Mathenia und Sauss besuchen Kids der AG K.O.B.R.A

Bereits seit 2010 finden unter dem Motto „Meine Abwehr steht“ regelmäßige, gemeinsame Projekte in Kooperation zwischen der AG K.O.B.R.A und dem SV Darmstadt 98 statt. Am 24. März besuchten diesmal zwei Torhüter der Lilien, Christian Mathenia und Marius Sauss, rund 30 Kinder aus verschiedenen Einrichtungen (Aktivspielplatz, Penthaus Wixhausen, Kinderhaus Paradies Eberstadt und Baas-Halle/Maxi Darmstadt).

Nachdem die Kids zuvor bereits das Rollhockey-Training des RSC Darmstadt besucht hatten und unter anderem mit zwei aktuellen Rollhockey-Nationalspieler trainieren durften, versuchten sich auch die beiden Keeper des SVD am Jonglieren mit dem ungewohnten Schläger.

Im Anschluss saßen die Kids mit den Hockey- und Fußballspielern in einer Vorstellungs- und Fragerunde zusammen. Zudem erfüllte das Torwart-Duo jegliche Autogramm- und Fotowünsche der Heranwachsenden, die nach der langen Einheit freudestrahlend die Turnhalle verließen.

Bei den regelmäßigen Veranstaltungen im Rahmen der Kooperation werden den Kindern wichtige Werte fürs Leben vermittelt, vor allem der richtige Umgang mit Suchtmittel wie Alkohol und anderen Drogen wird an den gemeinsamen Projekttagen thematisiert.

Mathenia und Sauss besuchen Kids der AG K.O.B.R.A
„Meine Abwehr steht“ – Bahnengolfen mit da Costa und Sirigu

unter diesem Motto waren am vergangenen Mittwoch knapp 25 Kinder aus verschiedenen Jugendeinrichtungen auf dem Gelände der SG Arheilgen. Die Kinder vom Aktivspielplatz Darmstadt, dem Heag-Häuschen Arheilgen, dem Penthaus Wixhausen und dem Kinderhaus Paradies in Eberstadt versuchten sich gemeinsam mit den beiden Profis der 98er im Bahnengolf – im Volksmund auch Minigolf genannt. Elton da Costa und Sandro Sirigu staunten nicht schlecht, als verschiedene Bahnengolf-Bundesligaspieler und auch schon Jugendliche in nur einem Schlag die Golfbälle in den Löchern versenkten. Den Kids wurde deutlich, dass auch ein Fußballprofi nicht alles beherrscht, sondern wie bei Jedem viel Übung bzw. Training notwendig ist.

Seit 2010 gibt es regelmäßige gemeinsame Projekte in Kooperation zwischen der AG K.O.B.R.A., dem Kommunalen Präventionsrat Darmstadt sowie dem SV Darmstadt 98. Den Kindern im Alter zwischen sechs und 18 Jahren sollen dabei wichtige Werte fürs Leben vermittelt werden, vor allem der richtige Umgang mit Suchtmittel wie Alkohol und anderen Drogen wird an den gemeinsamen Projekttagen thematisiert.

Nach ca. 1,5 Stunden Spiel und Spaß standen die Lilienspieler noch für Autogramme und Fragen zur Verfügung, was nicht nur die jugendlichen Anwesenden erfreute.

„Meine Abwehr steht“ – Bahnengolfen mit da Costa und Sirigu
„Meine Abwehr steht“ – Bahnengolfen mit da Costa und Sirigu
Fußballtraining mit Ziereis und Landeka

„Meine Abwehr steht“ – unter diesem Motto waren am vergangenen Mittwoch knapp 30 Kinder aus verschiedenen Jugendeinrichtungen auf dem Böllenfalltorgelände zu Gast. Kids aus dem HEAG-Häuschen, dem Kinderhaus Paradies, den Jugendhäusern Akatienweg und Max Rieger Heim, aus der Baashalle sowie dem Jugendzentrum Penthaus Wixhausen sind am Stadion eingetroffen, um zu Beginn ihres Besuchs den Profis des SV Darmstadt 98 beim Training zuzusehen. Im Anschluss konnten die jungen Kicker dann selbst die Fußballschuhe schnüren. Zusammen mit den Lilien-Profis Josip Landeka und Markus Ziereis trainierten die Kinder über eine Stunde auf den Kunstrasenplätzen im HEAG-Stadion. Die Einheiten wurden von Ramon Berndroth aus dem Nachwuchsleistungszentrum des SV Darmstadt 98 und einem weiteren Betreuer geleitet. Auf dem Programm standen Bewegungs-, Pass-, Dribbel- und Schuss­übungen sowie ein gemeinsames Abschlussspiel. Im Vordergrund dieser Veranstaltung standen das Erlebnis und der Spaß der Kinder.

Auch wenn fast alle Kinder auf die Ankündigung der letzten Minute mit einem „Nein!“ reagierten, kam es doch zu einer Schlussrunde, in der die Profis für Autogramme und Fragen der Kinder bereit standen.

Seit 2010 gibt es regelmäßige gemeinsame Projekte in Kooperation zwischen der Stadt Darmstadt, der AG K.O.B.R.A. sowie dem SV Darmstadt 98. Den Kindern im Alter zwischen sechs und 15 Jahren sollen dabei wichtige Werte fürs Leben vermittelt werden, vor allem der richtige Umgang mit Suchtmittel wie Alkohol und anderen Drogen wird an den gemeinsamen Projekttagen thematisiert.

Fußballtraining mit Ziereis und Landeka
Fußballtraining mit Ziereis und Landeka
Fußballtraining mit Ziereis und Landeka
Fußballtraining mit Ziereis und Landeka
"Meine Abwehr steht"

Karatetraining und Besuch der SV 98 - Profis Jan Zimmermann und Benni Baier

Am gestrigen Dienstag war es wieder soweit: Die nächste Veranstaltung des gemeinsamen Projekts "Meine Abwehr steht" von der AG KOBRA und dem SV 98 fand im Karate-Centrum Shotokan e.V. in Darmstadt statt. Zwölf Kinder aus dem Kinderhaus Paradies in Eberstadt und dem Jugendzentrum Penthaus in Wixhausen und ihre BetreuerInnen trafen sich um 15.30 Uhr, um von den TrainerInnen eine Einführung in die Künste des Karate zu bekommen.

Nach 90 Minuten intensiven, konzentrierten und lebendigen Training kamen auch die Profis des SV 98 dazu, die zuvor ihr Training auf den Plätzen am Böllenfalltor absolvierten und sich auf das Auswärtsspiel am kommenden Wochenende in Chemnitz vorbereiteten. Torhüter Jan Zimmermann und Benni Baier wurde von den Kindern herzlich empfangen und direkt mit Fragen nach Autogrammen gelöchert. Doch erst die Arbeit, dann das Vergnügen!  In einer spannenden Gesprächsrunde erzählten die Kinder ihre Erfahrungen vom Karate und stellten den Spielern Fragen zum Thema "Suchtprävention" und ihrem Leben als Fußballprofi!

Die gesamte Runde teilte eine Meinung: "Meine Abwehr steht"!

"Meine Abwehr steht"
"Meine Abwehr steht"
"Meine Abwehr steht"
Kinderhaus Paradies als Einlaufkinder beim Spiel gegen Chemnitz FC

Eine besondere Aktion der ENTEGA für das Projekt meine ABwehr steht

Beim Spiel gegen den Chemnitzer FC am 17.April hatte das Kinderhaus Paradies, eine offene Kindereinrichtung für 6 – 12 jährige Kinder aus Eberstadt die Möglichkeit, mit den Spielern des SV Darmstadt 98 und dem Chemnitzer FC ins Stadion am Böllenfalltor einzulaufen. Die ENTEGA, die diese begehrten Plätze eigentlich an die Vereine vergibt, die im Vorfeld mit Trikots der ENTEGA ausgerüstet wurden, machte dieses Mal eine Ausnahme und unterstütze damit das Projekt „Meine Abwehr steht“ aus der Sozialkampagne „Im Zeichen der Lilie“. Für die Kinder ein besonderes Erlebnis – das im Folgenden beschrieben wird:

„Nach der Schule haben wir uns gemeinsam im Kinderhaus getroffen und sind von dort mit der Straßenbahn nach Darmstadt gefahren. Bevor es aber ins Stadion ging, haben wir uns am Luisenplatz erst einmal mit einem Eis gestärkt, um später mit den Profis mithalten zu können. Im Stadion kamen wir etwa gegen 17.45 Uhr an und wurden von unserem Tagesbetreuer der Lilien darüber aufgeklärt, wie das Einlaufen organisiert ist. Unsere Vorfreude stieg von Minute zu Minute und unser großer Moment rückte immer näher. Bevor es losgehen konnte ging es aber zunächst in die Umkleidekabinen, um unsere T-Shirts von „Meine Abwehr steht“ und unsere Fußballkleidung anzuziehen. In den Kabinen machten wir erst einmal richtig Stimmung. Dirk Schuster, der Trainer der 98er war stolz auf uns und animierte uns, seine Jungs für das Spiel weiter zu motivieren und anzuheizen. Um kurz vor sieben war es endlich soweit! Wir durften uns im Spielertunnel aufstellen und klatschten mit den Spielern ab, die vom Aufwärmen nochmals in ihre Kabinen gingen. Dann ertönte der erste Pfiff des Schiedsrichters und beide Mannschaften trafen sich im Spielertunnel. Im Stadion warteten die Fans und machten Stimmung – und endlich ging es los. Hand in Hand mit den Spielern von Darmstadt 98 und dem Chemnitzer FC liefen wir auf das Spielfeld. Vor knapp 5000 Zuschauern standen wir auf dem Rasen und winkten den Fans auf den Tribünen zu.

Danach machten wir ein Wettrennen in die Kabine, damit wir so schnell wie möglich auf die Tribüne kamen, um uns das Spiel anzusehen! Im Stadion war eine tolle Stimmung. Obwohl der SV 98 leider nicht gewann und das Spiel 1:1 endete, war es für uns ein ganz tolles Erlebnis einmal als Einlaufkinder hautnah ein Spiel des SV 98 zu erleben – ein Erlebnis, dass wir sicher so schnell nicht vergessen werden!“

Kinderhaus Paradies als  Einlaufkinder beim Spiel gegen Chemnitz FC
Kinderhaus Paradies als  Einlaufkinder beim Spiel gegen Chemnitz FC
Kinderhaus Paradies als  Einlaufkinder beim Spiel gegen Chemnitz FC
SV Darmstadt 98 - Chemnitzer FC (17.04.13)

SV Darmstadt 98 - Chemnitzer FC (17.04.13)

Fußball-Kick statt Alkohol-Trip

Suchtprävention: Kampagne der AG Kobra und des SV Darmstadt 98 »Meine Abwehr steht« geht in die zweite Runde

Verbündete gegen die Sucht: Hans Kessler, Präsident des SV 98 (links), Suchthilfekoordinator Volker Weyel (Mitte) und Jugenddezernent Jochen Partsch bei der Auftaktveranstaltung von „Meine Abwehr steht“ in der Veranstaltungshalle „603 qm“. Foto: Claus Völker

Am Wochenende hatte Haluk Türkeri für den SV Darmstadt 98 einen Treffer erzielt, am Montag nimmt er in voller Spielermontur in der Veranstaltungshalle »603 qm« (ehemalige Stoeferle-Halle) Platz neben dem achtjährigen Paul. Der schaut sichtlich beeindruckt, doch schnell weicht die erste Überraschung der blanken Neugier. »In welcher Liga spielst du?«, fragt er den Lilienkicker. »Regionalliga«, antwortet dieser.

Auch die übrigen leeren Plätze füllen sich nach und nach mit Spielern des SV 98. Frisch vom Training kommt die Mannschaft zum Wiederanpfiff der Suchtpräventionskampagne »Meine Abwehr steht«. Anfang des Jahres hatten die AG Kobra, ein Zusammenschluss Darmstädter Jugendhäuser, und der SV Darmstadt 98 die Anti-Alkohol-Aktion gestartet. Da zum Saisonstart einige neue Spieler in den Kader kamen, soll das Treffen im »603 qm« dem gemeinsamen Kennenlernen dienen und zugleich die zweite Runde einläuten.

150 Kinder und Jugendliche sind im ersten Durchgang von der Kampagne erreicht worden, bilanziert Michael Kirschner vom Fanprojekt Darmstadt. »Die positiven Erfahrungen wollen wir fortführen, Vorbilder aufzeigen und die Konfliktfähigkeit trainieren«, sagt er.
Hierzu soll es erneut Trainingseinheiten für die Kinder und Jugendlichen mit der Lilienmannschaft am Böllenfalltor geben, zudem sollen Sportler regelmäßig in den Jugendhäusern vorbeischauen. Das Ziel: Fußball-Kick statt Alkohol-Trip.

Neu sind Seminare in den Jugendeinrichtungen, an denen im Idealfall alle Spieler des SV 98 teilnehmen sollen, sagt der städtische Suchthilfekoordinator Volker Weyel.

Im Stil des »aktuellen Sportstudios« führt er Gespräche mit Spielern sowie den Schirmherren: Jugenddezernent Jochen Partsch und Hans Kessler, Präsident des SV 98. »Wir möchten euch zeigen, dass es auch ohne Alkohol, Zigaretten und Drogen geht«, sagt der Lilienchef in die mit Kindern und Jugendlichen gefüllten Reihen.

Seine Spieler seien nicht nur Sportler, sondern hätten auch eine soziale Verantwortung. Man wolle helfen, wo man könne. Immerhin sei es auch dem SV Darmstadt 98 eine Zeitlang nicht so gut gegangen, und man habe viel Unterstützung aus der Stadt erfahren. »Projekte wie dieses sollten langfristig angelegt sein, deswegen ist auch der Wiederanpfiff so wichtig«, sagt Jochen Partsch. Hans Kessler betont daraufhin, dass die Mannschaft mitsamt Trainer hinter dem Projekt stehe. »Wir werden das Beste geben, damit ihr euch vor Anfragen nicht retten könnt«, sagt schließlich Torwart Rainer Adolf. Jubel macht sich breit, und dann geht es an die Spielstationen: eine Torwand, ein Tischfußball und weitere Spielanlagen sind für Kids und Kicker aufgebaut, besonders begehrt sind allerdings Autogramme.

»Wie viele hast du schon?«, fragt Iljas (8) seinen Bruder Amin (10), die gemeinsam ihre Mannschaftsposter begutachten und nachrechnen, wer bislang die meisten Unterschriften gesammelt hat. Die Spieler haben alle Hände voll zu tun und tummeln sich mit den Kindern am Tipp-Kick.

»Sie gehen ganz toll auf die Lebenswelt der Kinder ein«, sagt Kai Schuber vom Kinderhaus Paradies in Eberstadt. »Bei ihnen schauen die Kinder ganz anders hoch«, beschreibt er den Effekt, den die Spieler als Idole auf die Heranwachsenden haben. »Das hier bedeutet mir sehr viel«, sagt Paul, der inzwischen mit Joel Samaké kickert. »Ich möchte noch viele Spieler kennenlernen.« Gelegenheit hierzu dürfte er bekommen. Im November sind laut Volker Weyel noch zwei Trainings am Böllenfalltor vorgesehen, dann könnten die ersten Spieler die Jugendhäuser besuchen.

Meine Abwehr steht… Wiederanpfiff

Suchpräventions-Kampagner der AG KOBRA in Kooperation mit dem SV Darmstadt 98.

Flyer - Meine Abwehr steht 01.11.2010
Videoclip zur Kampagne "Meine Abwehr steht"

Erstes offizielles Video

Suchtprävention: Lilien trainieren mit Jugendlichen

,,Meine Abwehr steht": Jugendliche trainieren im Böllenfalltorstadion mit Lilienspielern - Cool ohne Alkohol und Drogen

Also, Gagan hätte ja durchaus einen Alternativvorschlag gehabt. ,,Kick die Drogen weg", nämlich. Aber dann hat sich der Arbeitstitel doch irgendwie durchgesetzt: ,,Meine Abwehr steht". Und jetzt streben 13 Jugendliche aus der Baas-Halle, dem Kinderhaus Paradies, aus dem Go-In und dem Aktivspielplatz Herrngarten in Richtung Stadionkatakomben. Sie müssen Sportklamotten und vor allem die T-Shirts mit dem ,,Abwehr"-Slogan, dem Lilienemblem und dem AG-Kobra-Logo anziehen, was unter extrem viel Deospray-Einsatz geschieht. Alle wollen gut riechen, wenn sie gleich mit den Lilien trainieren.

Gagan muss sich nicht umziehen, er kam bereits im T-Shirt der ,,Darmstädter Kampagne für Suchtprävention" ins Böllenfalltorstadion. Musste sogar schon gewaschen werden, so gern trägt er es. Gagan gehört zum Filmteam. Doch davon später mehr.

Abwehrspieler Christian Wiesner hatte die Jugendlichen in die Katakomben geführt. Sie durften in die Kabine der Regionalliga-Mannschaft gucken, die vollhing und -stand mit Klamotten und Schuhen. Sie durften einen Blick in die leere Dusche werfen und waren grad rechtzeitig wieder draußen, als ein Teil der Mannschaft vom Training kam. ,,Alle Geldbeutel und Handys wieder hinlegen", hatte Christian Wiesner zur Empörung einiger gerufen und sich einen abgegrinst, bevor er sie in ihre Deo-Kabine führte.

Mit dem Christian kann man Spaß haben. Mit dem Boris (Kolb; Mittelfeld), dem Rainer (Adolf; Tor) und dem Echendu (Adiele; Mittelfeld) auch. Mit dem Kosta (Runjaic) aber eher nicht. Der nagelneue Lilien-Trainer ist zwar nett, gebietet aber Respekt und will, dass wenn er redet, alle anderen zuhören. Und tun, was er anordnet. Und aufeinander achten.

Darum geht's nämlich: Ums Vorbild Sport, um Bewegung und Spaß mit coolen Typen, die als Leistungsträger keinerlei Drogen zu sich nehmen - und um Disziplin, Regeln und Teamgeist im Nebenerwerb. So kam es zur Kooperation zwischen der AG Kobra, dem Zusammenschluss von städtischen, kirchlichen und freien Trägern der Jugendarbeit, und dem Fußball-Regionalligisten. Am Dienstagabend trafen sich zum zweiten Mal Jugendliche mit Lilienspielern zum Training.

Runjaic verkündet, dass es auf dem hütchen- und stöckchen-gespickten Spielfeld gleich zu einer richtigen Trainingseinheit kommen wird, weist direkt ein kleines Großmaul zurecht und übergibt an Co-Trainer Tuncay (Nadaroglu). Tuncay fragt: ,,Was macht man am Anfang des Trainings?" Und erhält die richtige Antwort: ,,Waaarm!"
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Abklatschen nach dem Spiel oder beim Einwechseln gehört dazu und stärkt den Teamgeist. Foto: Claus Völker

Das heißt: in einer Reihe aufstellen, rennen, die Zwischenräume zwischen liegenden Stäben treffen, Hacken an den Po (,,anfersen"), Knie an den Bauch, seitwärts grätschen, Ball führen (Tuncay: ,,Hände aus den Taschen!"), mit dem Schuh über den Ball rollen, dann schaltet Runjaic sich wieder ein.

Er teilt die Jungen und Mädchen in Gruppen auf und schickt sie zum Schießtraining mit verschiedenen Lilienspielern. Und schließlich ruft er sie alle wieder zusammen und teilt sie in zwei Teams ein. Ermin (Melunovic; Angriff) pfeift. Die zehn Spielminuten ballen sich vor allem im Mittelfeld, die Profis greifen selten ein, und am Ende steht's aus irgendeinem Grund 3:3, obwohl Adieles ein Abseitstor moniert. ,,Ich kann nicht mehr", schnauft einer der kleinen Helden. ,,Kein Wunder, manche bewegen sich hier mehr als sonst in einer ganzen Woche", kommentiert Betreuerin Tine Staib trocken.

Nach dem Schlusspfiff lobt Runjaic und ordnet an, dass sich die gegnerischen Mannschaften gegenseitig die Hand geben und die Teams sich auch untereinander abklatschen. ,,O mein Gott, wie peinlich!", sagt eines der Mädchen, macht aber dann doch mit. Christian (Wiesner) verteilt Kalender, Frei- und Autogrammkarten, und die Kids suchen sich die passenden Köpfe zur Unterschrift. Gerne auch aufs T-Shirt. Gerne auch vorne und hinten von ein und demselben Spieler. Dann geht's zurück in die Deo-Kabine.

Allerdings nicht für Gagan. Er, Denis und Enis gehen mit Betreuer Kai Schuber und Filmemacher Frederik Freber sowie dem Boris (Kolb) und dem Rainer (Adolf) nochmal zum Interview auf die Tribüne. Das ,,Abwehr"-Projekt wird filmisch dokumentiert. Zwar ist nicht ganz klar, wer eigentlich wen und was fragt, aber es macht offensichtlich allen einen mords Spaß. Gagans Resümee auf die Frage ,,Wie war's?" gilt daher universell: ,,Sehr schön."

 Suchtprävention: Lilien trainieren mit Jugendlichen
 Suchtprävention: Lilien trainieren mit Jugendlichen
 Suchtprävention: Lilien trainieren mit Jugendlichen
 Suchtprävention: Lilien trainieren mit Jugendlichen